Wie alles begann…

Ich weiß es noch genau! Es war ein sommerlicher Nachmittag, als ich 14 Jahre alt war. Ich hatte meinen PC hoch gefahren und schaute mir den Inhalt auf dem Bildschirm an. Und ich fragte mich: Ist diese Kiste „verhext“? Hat irgend ein Magier die Kiste verzaubert und ihr verraten, welche Klicks ich machen würde und welche Tasten ich drücken würde? …

Natürlich weiß ich es heute entscheidend besser! 😉 Aber es waren die ersten Gedanken, die mich für den Rest meines Lebens in einen Wissenshunger brachten, egal was es mit diesem „Gerät“ vor mir auf sich hatte. Meine Geschichte in der „IT-Welt“ nahm ihren Anfang:

Mein erster eigener PC, war ein Desktop-Rechner, den man flach auf den Schreibtisch legte. Zu Beginn verfügte er nur über ein Diskettenlauferk. Auf der rechten oberen Ecke war der große Knopf, zum Drücken um ihn zu starten. Er verfügte bereits über eine 486er CPU, 8 MB RAM und 120 MB Festplatte. Auf ihm war bereits Ms-DOS 6.22 und Windows 3.11 for Workgroups installiert. Natürlich hat der große 15 Zoll Röhrenmonitor, die globige Maus und auch die große mechainsche Tastatur (die extrem laut klackte, wenn man die Tasten drückte) nicht gefehlt. Das war Hardware, zum Anfassen!

Damals gab es sie noch… mehrere pro Ort: Die „PC-Bastler“, welche mit einzelnen gebrauchten Komponenten aus alten PCs aktiv Handel betrieben: Ich war so um die 15 Jahre, als ich das erste Mal eine überdiemensionale ISA-Steckkarte in der Hand hielt, auf welcher sich der Controller für das 2-fach CD-ROM-Laufwerk befand. Natürlich durfte auch die Soundkarte und auch das zweiadrige Kabel nicht fehlen, welches den CD-ROM-Controller mit der Soundkarte verband (das war natürlich ganz wichtig, für Musik-CDs! ;)) Eine weitere Krönung stellten dann 4 weitere Speicherriegel à 2 MB dar, mit denen ich ihn von 8 auf 16 MB stark aufrüstete.

Den großen „Kick“ gab mir dann in der 6. Klasse die erste Stunde Akustik im Physik-Unterricht. Ein sehr fleißiger Lehrer hatte in seiner Freizeit ein kleines Quick-Basic Programm geschrieben, welches Töne und Tonfolgen veranschaulichen sollte. Es hatte um die vier oder fünf Menüpunkte und reagierte entsprechend auf die Eingaben des Lehrers. Natürlich war mir sein Akustik-Unterricht in dieser Stunde dann total egal und ich dachte nur noch die ganze Zeit… Frag nach der Diskette mit dem Programm drauf! 😀

Natürlich bekam ich diese ein oder zwei Wochen später. Und mit dieser Diskette sollte eine noch nicht geschriebene Reise beginnen, auf welcher ich immer weitere „Entdeckungen“ machen und Erfharungen machen sollte.